Häufig gestellte Fragen

Auf dieser Seite haben wir häufig gestellte Fragen festgehalten. Diese sind nach Projekt gruppiert und bieten einen tieferen Einblick in unsere Projekte. Sollten Sie dennoch Fragen haben, können Sie uns gerne hier kontaktieren.

Allgemein

Wie viel des gespendeten Geldes wird für Projekte verwendet?

Alle aktiven Humission-Mitglieder arbeiten ausschließlich ehrenamtlich. Somit wird 100% des zur Verfügung gestellten Geldes in die Projektarbeit gesteckt.

Ofenbauprojekt

Wie viele Öfen wurden bislang gebaut und wie viel kosten diese pro Stück?

Bislang wurden insgesamt 194 Öfen gebaut, davon 150 im Jahr 2020. Der Stückpreis hat sich von anfangs 40€ pro Ofen auf mittlerweile 35€ pro Ofen reduziert.

Wer baut die Öfen?

Die Öfen werden von einem sechsköpfigen, einheimischen Team gebaut. Dies läuft völlig autark und bedarf ausschließlich der Bereitstellung des Geldes.

Welchen positiven Effekt haben die Lehmöfen? Wie unterscheidet sich das Kochen mit dem Ofen zum herkömmlichen Kochen an einer Feuerstelle?

Die Öfen leiten die giftigen Gase, welche beim Kochen entstehen, durch einen Schornstein aus dem Wohnraum und beugen somit Lungenerkrankungen vor. Außerdem schützt das effiziente Design vor Verbrennungen und zusätzlich wird Feuerholz eingespart. Momentan arbeiten wir an der Evaluation des Projekts, um verlässliche Zahlen zur Sicherheit und Einsparung generieren zu können.

Wie wird das Projekt finanziert?

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Rotary Club Aachen über einen District Grand finanziert.

Agriculture-Projekt

Was bedeutet nachhaltige Landwirtschaft für die Menschen in Malawi?

Aktuell zerstören Monokulturen (primär Mais-Monokulturen) und chemische Dünger die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit. Dies resultiert in unzureichender Ernte, dessen Dimension sukzessive mit jedem Jahr zunimmt. Durch Pflanzendiversität, Mischkulturen und einen Fruchtwechsel möchten wir mit einfachsten Mitteln aus dieser Negativspirale ausbrechen. Dazu etablieren wir ein Modellfeld, an dem die ökologische und zukunftsorientierte Bewirtung demonstriert werden soll.

Wie funktioniert das Konzept?

Das Konzept basiert auf der strukturierten Unterteilung des Modellfeldes in 10m × 10m Quadranten, auf dessen Ecken jeweils ein Anabaum (Faidherbia albida) gepflanzt wird. Der Anabaum ist in der Lage Stickstoff zu fixieren, Wasser aus tieferen Erdschichten aufzunehmen und durch seine Blätter den Boden zusätzlich vor Erosion zu schützen. Innerhalb eines Quadranten wird dann eine Mischkultur aus Mais (Zea), Maniok (Cassava) und den Leguminosen Straucherbse (Cajanus) oder Juckbohne (Mucuna) angepflanzt. Zwischen den Vegetationsperioden wird die Bodenqualität aktiv mithilfe von Terra Preta erhalten.
Bei weiteren Fragen zum Konzept können Sie uns gerne kontaktieren!

Was ist Terra Preta?

Terra Preta ist Biokohle, welche zur Erhaltung und Regeneration der Bodenqualität beiträgt. Das Pyrolysesystem, mit dem die Kohle hergestellt wird, wird mit Ernteresten, Mikroorganismen und Jauche gespeist und so entsteht ein kostengünstiger, effektiver „Superhumus“ mit dem die Felder bearbeitet werden können. Dadurch wird sowohl Kohlenstoff fixiert als auch Wasser und Nährstoffe gespeichert.
Weitere Informationen zu Terra Preta finden Sie auf der Website unseres Projektpartners „RecyCoal“.

Wie können Kleinbauer*innen von dem Projekt profitieren?

Kleinbauerinnen und Kleinbauern müssen ausschließlich die Bereitschaft der Teilnahme besitzen und über ein eigenes Stück Land verfügen, um von dem auf dem Modellfeld generierten Wissen profitieren zu können. Daraufhin erfolgt die Bereitstellung eines Startpaketes inklusive Startfinanzierung, der Wissensweitergabe und ersten Setzlingen und Saatgut.

Wer liefert die Setzlinge und das Saatgut und was kostet das?

Die Setzlinge von Faidherbia albida sowie das Saatgut für die Pflanzen werden von einem lokalen Farmer erworben. Ein Setzling des Anabaums (Faidherbia albida) kostet mit Transport 5€.

Wer bewirtschaftet das Modellfeld, wenn keiner des Humission-Teams aus Deutschland in Malawi ist?

Das Feld wird von einem lokalen Team bewirtschaftet, vergleichbar mit dem Team der Ofenbauer.

Wie wird das Wissen der nachhaltigen Landwirtschaft weitergegeben?

In Kooperation mit dem international agierenden katholischen Missionsorden „MCSPA“ etablieren wir uns in dem Curriculum einer lokalen Schule und bieten einen Kochkurs an, indem sachgemäßer Anbau, Verarbeitung und Zubereitung der Ernten vermittelt werden.

Was unterscheidet uns von anderen Vereinen und Organisationen, die Entwicklungszusammenarbeit anstreben.

Die Projektidee basiert auf einfachsten Techniken, die in privilegierten Ländern zum Alltag gehören. Wir arbeiten ganz nah und zusammen mit den Menschen vor Ort und nutzen das bereits durch das Ofenbauprojekt etablierte Netzwerk, um Wissen weiterzugeben und sind dabei nicht auf hochmoderne Systeme angewiesen (beispielsweise Wasserpumpen), dessen Instandsetzung aufgrund von fehlendem Know-How nicht möglich ist.

Studienfinanzierung

Wie viele Studierende werden finanziert?

Mit unserem Partner MCSPA finanzieren wir momentan 10 Studierende.

Mit wie viel Geld wird ein Studierender unterstützt?

Ein Student wird mit 400€ pro Jahr unterstützt.