Unsere Projekte

Wir sind überzeugt, Entwicklungshilfe scheitert, wenn sie nicht auf die Menschen hört und nicht diejenigen mitnimmt, die von ihr profitieren sollen. Deshalb steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit und deshalb heißen wir Humission. Unsere Projekte setzen in den Bereichen Einkommen, Gesundheit und Bildung an und schaffen Freiheiten, die die Menschen selber für ihre Entwicklung nutzen können.

Diese Überzeugung kommt in unseren drei Projekten zum Ausdruck.

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Ofenbauprojekt

Drei Probleme, eine Lösung. Traditionelle Kochmethoden über offenem Feuer fordern in Malawi jährlich mehr Todesopfer als Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids zusammen. Außerdem muss für den hohen Feuerholzverbrauch viel Wald gerodet werden und schließlich kommt es immer wieder zu Verbrennungen bei Kleinkindern. Der von Florian Klaus entwickelte und von uns in der Region Benga verbreitete Lehmofen leitet den Rauch aus den Wohnräumen, spart bis zu 50% Feuerholz und schirmt das offene Feuer vor möglichen Unfällen ab. Die Haushalte profitieren also nicht nur gesundheitlich, sondern sparen auch bei ihren Ausgaben für Feuerholz. Diese Einsparung kann jetzt in die Zukunft ihrer Kinder investiert werden. Da wir mit lokalen Maurern zusammenarbeiten, bieten wir außerdem Menschen aus der Region ein sicheres und gut bezahltes Arbeitsverhältnis.

 

Ein Ofen kann kostendeckend für etwa 35€ gebaut werden, wobei jeweils die Hälfte für Materiellen und Löhne anfällt.

Studienfinanzierung

Junge Menschen sind die Zukunft eines jeden Landes. In Malawi ist eine gut ausgebildete Generation, die in Zukunft Verantwortung für die Veränderung des Landes übernehmen kann, besonders wichtig. Deshalb finanzieren wir momentan mit unserem Partner vor Ort, MCSPA, etwa 10 Studenten aus der Region Benga ein Studium. Dies hat nicht nur direkte positive Effekte für die Studenten und Studentinnen, sondern auch langfristige positive Externalitäten, da diese gut ausgebildeten Menschen später als LehrerInnen, MedizinerInnen oder AgrawissenschaftlerInnen einen Dienst an der Gesellschaft leisten können.

Ein Student wird mit ca. 400€ pro Jahr unterstützt.

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ – Franz Kafka

Agraprojekt

Mit unserem Landwirtschaftsprojekt wollen wir den Weg ebnen, den Menschen auch in schwierigen klimatischen Bedingungen ein Leben ohne Not zu ermöglichen. Ein Leben, das aus eigener Kraft Gesundheit, Bildung und Einkommen sichert.

Mit steigender Weltbevölkerung und schwieriger werdenden landwirtschaftlichen Bedingungen in Subsahara-Afrika ist nachhaltige Landwirtschaft mit höherer Ausbeute an qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln wichtiger denn je. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen den Weg in eine nachhaltige Zukunft. Das Zusammenwirken aus sich ergänzenden Pflanzen und bodenerhaltenden Anbautechniken ermöglicht steigende Ernten. Gleichzeitig kann eine ausgewogene Ernährung durch nährstoffreiche Nahrungsmittel sichergestellt werden. Verbleibende Erzeugnisse können zur finanziellen Stärkung der Kleinbauern beitragen.

Hier wollen wir ansetzen. Wir etablieren ein Beispiel dieser Vorgehensweise (Möglichkeiten) anhand eines Feldes vor Ort. Dieses bildet den Grundstein für die Weitergabe des Wissens im Rahmen eines (Aus-) Bildungsprojektes, welches den Kenntnisstand auch zertifiziert. Das Bildungsprogramm besteht aus dem Erlernen der Anbautechniken, sowie der optimalen Verwertung der produzierten Nahrungsmittel.

Durch persönliche Erfahrungen und Erfolge wird das Erlernte gefestigt und weitergegeben, sodass externe Hilfe nicht mehr notwendig ist.